Nach seinem jüngsten Vortrag auf der 5. isländischen Geothermiekonferenz (IGC2024) nahm sich Dr. Dirk Schaer, Technical Manager Marketing und Sales Catalyst bei Sasol Germany und Co-Lead des CARE-O-SENE-Projekts, die Zeit, drei Fragen zu beantworten. Im Fokus: Warum die Kombination aus Fischer-Tropsch SAF-Produktion und geothermischer Energie besonders effizient ist – und welche Rolle die neuen CARE-O-SENE-Katalysatoren dabei spielen.

Was sind die Hauptvorteile der FT-Technologie für die SAF-Produktion?

Die Fischer-Tropsch-Technologie überzeugt gleich in mehrfacher Hinsicht. Erstens ist sie kommerziell bewährt und weit verbreitet. Zweitens ist sie rohstoffunabhängig und damit bemerkenswert vielseitig. Drittens liefert sie die höchsten Kerosinerträge – das maximiert die Nutzung erneuerbarer Ressourcen und minimiert Treibhausgasemissionen. Zudem ist FT-produziertes Kerosin bereits ASTM-zugelassen. Sasol verfügt darüber hinaus über langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Luftfahrtbehörden.

Warum ist es wichtig, neue Katalysatoren für die SAF-Produktion zu entwickeln?

Zwei Haupthindernisse bremsen die SAF-Produktion im großen Maßstab. Zum einen erfordert die Herstellung erhebliche Mengen Energie. Effizientere FT-Katalysatoren senken diesen Bedarf – und machen SAF dadurch kostengünstiger und nachhaltiger. Zum anderen gilt es, die Abhängigkeit von Edelmetallen und Kobalt zu reduzieren. Moderne Katalysatoren helfen, Ressourcenknappheit und Kostenschwankungen gezielt zu begegnen.

Warum ist die Kombination von FT und Geothermie so vorteilhaft?

Geothermische Energie – ebenso wie Wasserkraft – liefert eine stabile Energiequelle. Das umgeht die dynamischen Abläufe, die beim FT-Verfahren eine Zwischenspeicherung erfordern. Als Ergebnis sinken die Investitionskosten deutlich. Gleichzeitig reduziert sich die Betriebsbelastung – was die Lebensdauer der Katalysatoren verlängert und die Fischer-Tropsch SAF-Produktion insgesamt nachhaltiger und rentabler macht.

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