CARE-O-SENE Initiative beim Besuch des chilenischen Präsidenten im Helmholtz-Zentrum Berlin vorgestellt

 

 

 

 

 

CARE-O-SENE Initiative beim Besuch des chilenischen
Präsidenten im Helmholtz-Zentrum Berlin vorgestellt

Anfang Juni besuchte der chilenische Präsident Gabriel Boric Font das Helmholtz-Zentrum Berlin – ein Besuch mit wissenschaftlichem Gewicht. Mit ihm reiste eine 50-köpfige offizielle Delegation an: Vertreter nationaler Behörden, Parlamentarier, Wirtschaftsvertreter sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Darunter befanden sich der chilenische Wissenschaftsminister und vier weitere Minister aus verschiedenen Ressorts.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Entwicklung innovativer Katalysatormaterialien, die für eine klimaneutrale Industrie entscheidend sind. Das HZB arbeitet gemeinsam mit Sasol an dem internationalen Forschungsprojekt CARE-O-SENE (Catalyst Research for Sustainable Kerosene). Ziel ist die Entwicklung neuer Fischer-Tropsch-Katalysatoren für nachhaltiges Kerosin im industriellen Maßstab. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs – einer der größten Herausforderungen der Energiewende. Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ist maßgeblich an dieser Initiative beteiligt.
Der Besuch hat dabei auch eine politische Dimension: Chile und Deutschland haben derzeit gemeinsam den Vorsitz im Climate Club inne, einem Bündnis von 38 Ländern, die gemeinsam gegen den Klimawandel kämpfen. So entsteht mehr als eine Forschungskooperation. Vielmehr wächst hier eine strategische Partnerschaft, die Wissenschaft, Industrie und Politik miteinander verknüpft.

Die CARE-O-SENE Initiative zeigt, wie internationale Kooperationen konkrete Lösungen für die Energiewende vorantreiben können. Wer mehr über die Forschungsarbeit des HZB erfahren möchte, findet auf der Projektseite weitere Informationen zu aktuellen Ergebnissen und Partnerschaften.

 

 

 

Die chilenische Delegation am HZB an der Synchrotronbrücke BESSY II.

 

Der chilenische Staatspräsident Gabriel Boric Font und seine Delegation werden vom CARE-O-SENE Projektteam während ihres Besuchs am HZB in das Projekt eingeführt

 

Juan José Gana Errazuriz, wissenschaftlicher Direktor von HIF Global und Mitglied der Delegation, bespricht Details des CARE-O-SENE Projekts mit Dr. Tobias Sontheimer, Co-Leiter des COS-Projekts.

Das CARE-O-SENE Mentorenprogramm ermöglicht einem jungen Wissenschaftler von Sasol den Besuch des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB)


Das CARE-O-SENE Mentorenprogramm ermöglicht einem jungen
Wissenschaftler von Sasol den Besuch des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB
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Dr. Jerry Lamola, ein Scientist-in-Training (SIT) bei Sasol in Sasolburg, unternahm im Juni eine bemerkenswerte, etwas mehr als einwöchige Reise zum Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB). Ermöglicht wurde diese Reise durch seinen Mentor Dr. Tobias Sontheimer, der das CARE-O-SENE Programm mit leitet. Sie wurde im Rahmen des erst im letzten Jahr ins Leben gerufenen CARE-O-SENE Mentorenprogramms organisiert und größtenteils gesponsert.

„Diese Reise erwies sich als äußerst fruchtbar, da sie Jerrys technische Fähigkeiten und seine sozialen Kompetenzen verbessert hat“, sagt Dr. Denzil Moodley, Senior Scientist bei Sasol. „Er erhielt wertvolle Einblicke in die HZB-Struktur und diskutierte mit Experten über Schlüsselbereiche wie Forschungsstrategie, Finanzierungsvorschläge, aktuelle Forschungstrends und die Bewertung des Standes der Technik. Darüber hinaus nahm Jerry an technischen Diskussionen mit Forschern teil, die am CARE-O-SENE-Projekt beteiligt sind“.

Von der Synchrotronanlage bis zur Langen Nacht der Wissenschaften

Während seines Aufenthaltes besuchte Jerry eine der größten und gefragtesten Synchrotronanlagen der Welt, BESSY IIUnter Leitung von Dr. Catalina Jimenez nahm er aktiv an Nachtschicht-Experimenten an CARE-O-SENE-Katalysatorsystemen teil.

Er beteiligte auch sich an der „Langen Nacht der Wissenschaften“, einer populärwissenschaftlichen Ausstellung für die allgemeine Berliner Bevölkerung, bei der die beiden südafrikanisch-deutschen Projekte GreenQuest und CARE-O-SENE vorgestellt wurden.

Der Besuch konzentrierte sich nicht nur auf CARE-O-SENE, sondern ermöglichte Jerry auch einen umfassenden Einblick in die Einrichtungen des HZB. Der Besuch auf dem HZB-Campus Wannsee ermöglichte ihm eine Führung durch verschiedene Labore und verschaffte ihm einen umfassenden Überblick über die Techniken und andere Forschungsbereiche wie Wasserspaltung, Elektrokatalyse, Photokatalyse und das grundlegende Verständnis von Elektronen.

Über seine Erfahrungen sagte Jerry:

”Die Reise war sehr abwechslungsreich und voller unglaublicher Erlebnisse. Ich bin Tobias und CARE-O-SENE sehr dankbar für diese Möglichkeit, ebenso wie allen HZB-Kollegen, die mich so herzlich aufgenommen haben. Das größte Highlight war es zu sehen, wie die Kraft der Grundlagenforschung genutzt wird, um gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen zu lösen, wie die Auswirkungen der Projekte CARE-O-SENE und GreenQuest zeigen.“

Neben seinen wissenschaftlichen Aktivitäten genoss Jerry in seiner Freizeit den deutschen Sommer, erkundete das kulturelle Angebot Berlins und erlebte die Spannung und Atmosphäre der Fußball-Europameisterschaft 2024, die in Deutschland ausgetragen wurde. Insgesamt belegt sein Besuch: Das CARE-O-SENE Mentorenprogramm fördert Talente und treibt internationalen Wissenschaftsaustausch aktiv voran.

From left: Dr Avela Kunene and Dr Jerry Lamola, a fellow South African CARE-O-SENE team member working at HZB, during the “Long Night of the Sciences” science exhibition

From left: Dr. Catalina Jimenez (WP 1 leader CARE-O-SENE) with Dr. Jerry Lamola enjoying his first ever visit to a synchrotron facility (Bessy II)

From left: Dr. Jerry Lamola with Dr. Athanasios Skaltsogiannis, with the in-situ Fischer Tropsch reactor developed at HZB for the CARE-O-SENE project, in the background.